Was ist bei Hausbesuchen zu beachten?

Die aktuelle Situation zum Thema Corona-Pandemie ist momentan allgegenwärtig und beschäftigt alle!

Wir haben es mit einer Situation zu tun, die für alle, vor allem aber im Gesundheitssystem, neu ist und die kein vorangegangenes Handlungsmuster zur Orientierung bietet. Nachfolgend möchten wir euch dennoch einige Informationen zum Coronavirus gerade auch für Frauen in Schwangerschaft, zur Geburt und auch in der Wochenbettzeit nennen. Ebenso wichtige Änderungen zu unserer Arbeitsweise.

Allgemeines zu Covid- 19

Es gibt eine geschätzte Inkubationszeit von 0-14 Tagen (Mittelwert 5-6 Tage).

Symptome bei dieser Infektion können sehr vielfältig und unterschiedlich ausgeprägt sein. Eine infizierte Person kann sich daher auch asymptomatisch präsentieren und ggf. später erst Symptome entwickeln. Das macht diese Krankheit so tückisch.

Hervorstechende Symptome bei dieser Krankheit sind vor allem neu auftretende Atemwegsbeschwerden und/oder unerklärliches Fieber. Die Symptome ähnlich die einer Grippe.

Allgemeines zur Hebammenbetreuung

Aufgrund der Corona Pandemie sollte individuell darüber nachgedacht werden, ambulant oder frühzeitig nach der Geburt die Klinik nach Rücksprache mit uns zu verlassen.

Der deutsche Hebammenverband ist sich einig, dass die Geburtshilfe und das früher Wochenbett als aufsuchende Betreuungsformen Priorität haben. Aber auch die digitale Beratung wird in dieser Zeit immer mehr genutzt und ist auch erwünscht.

Selbstverständlich können auch Hebammen selber erkranken. Damit wird die Versorgungslage in den Kliniken und im häuslichen Umfeld noch lückenhafter als es schon vor Corona der Fall war. Und auch die potentielle Übertragung einer nicht bekannten Infektion durch die Hebamme besteht!

Deshalb möchten wir Euch hier einige Umgangsregeln und wichtige Informationen nennen:

Allgemeine Hinweise zur Schwangeren- und Wöchnerinnenbetreuung

  • Die Hebamme ist aktuell dazu angeleitet, generell Besuchskontakte auf ein Minimum zu reduzieren!
  • Sie soll vorab prüfen, ob eine Beratung per Video oder Telefon möglich und sinnvoll ist.
  • Sie soll Termine, wenn medizinisch vertretbar, sogar verschieben. Beratende Telefontermine wären hier eine Option.
  • Selbstverständlich sind die hygienischen Kautelen bei einem häuslichen Besuch zu beachten. Diese ändern sich nahezu täglich und werden den neuen Beschlüssen und Empfehlungen angepasst.
  • Solltest du oder andere in deinem näheren Umfeld Symptome aufweisen, ist die Hebamme vorher darüber zu informieren.

Wie könnt ihr uns unterstützen?

wir Hebammen versuchen in der jetzigen Ausnahmesituation, die Versorgung der Schwangeren und Wöchnerinnen so gut es uns möglich ist, aufrechtzuerhalten.

Auch, wenn das durch fehlende Materialien und durch die vielen Hamstereinkäufer teilweise nicht so einfach ist. Ob wir diesbezüglich durch das örtliche Gesundheitsamt noch Unterstützung erhalten, steht noch aus.

Ihr könnt uns helfen, indem Ihr folgendes beachtet:

  • Ihr nehmt Infektionszeichen wahr bei Euch/Eurem Partner/in, Euren Kindern
  • Ihr hattet/habt Kontakt zu einer positiv getesteten Person
  • Ihr hattet Besuch/Kontakt von/zu einer Person aus einem der Risikogebiete oder mit unklarem starkem Infekt

dann informiert die betreuende Hebamme bitte SOFORT noch VOR dem Termin darüber!!!

In diesem Fall vereinbaren wir eine individuelle Terminverlegung und können in der Zwischenzeit gerne telefonisch oder auch per Videochat Kontakt halten. Beratungen auch mittels Telekommunikation werden von der Krankenkasse übernommen.

 

Beim Hausbesuch könnt Ihr uns unterstützen, indem Ihr:

  • Eure Wohnungen vorher gut lüftet
  • keine zusätzlichen Personen während unseres Hausbesuchs anwesend sind, zumindest nicht im gleichen Raum. Aktuell heißt das, am besten auch nicht die Geschwisterkinder und/oder Partner*Innen
  • notiert Euch vorab Eure Fragen, damit wir die Hausbesuche effizient nutzen und trotzdem möglichst kurz halten können. Zusätzliche Fragen können immer auch noch per Telefon geklärt werden.
  • Wir sind es gewohnt, bei unserer Arbeit sehr „nah“ zu sein. Aktuell ist aber ein Abstand von 1,5-2 m vorgegeben. Helft uns gemeinsam darauf zu achten.
  • Haltet einen eigenen Stift bereit, um die Unterschriftenliste zu unterschreiben
  • Wascht euch bitte vorher gründlich die Hände und beachtet auch die anderen Hygieneempfehlungen des Robert Koch Institutes.

Bitte habt Verständnis dafür, dass wir Termine, die keine zwingende persönliche Anwesenheit erfordern, gerne per Telefon oder Video-Chat  wahrnehmen.

Bitte versteht, dass wir den Weisungen der Landesregierung, der Bezirksregierung und der Gesundheitsämter nachkommen müssen und wir daher möglicherweise auch Kurse online stattfinden lassen oder auch abgesagt werden müssen.

Wir danken für Euer Verständnis!

Bleibt gesund!