Verhaltensweisen bei Verdacht auf oder bei bestätigter COVID-19 Infektion

Schwangerenvorsorge

Die Durchführung einer routinemäßigen Schwangerenvorsorge bei Frauen mit Verdacht auf oder bestätigen COVID-19 sollte bis nach der empfohlenen Isolationszeit verschoben werden.

Frühe Geburtsphase/Wehenbeginn

Vor der persönlichen Vorstellung in der Geburtsklinik erst einmal telefonisch dort melden. Frauen mit leichten Covid-19 Symptomen können ermutigt werden, in der Frühwehenphase zu Hause zu bleiben (Selbstisoliert)

Geburtsrisiko

Das angenommene erhöhte Risiko beruht auf 9 Fallberichten aus China, in denen fetaler Stress und auffällige Herztonmuster bei Feten von infiziert Müttern festgestellt wurde. Die Fälle sind zwar von der Zahl her nicht aussagekräftig, jedoch muss die Frau über ein potentielles höheres Risiko bei der Geburt aufgeklärt sein.

Derzeit gibt es aber keine Evidenz dafür, dass ein Geburtsmodus einem anderen vorgezogen werden kann bzw. soll.

Stillen/Säuglingsernährung

Es ist beruhigend zu wissen, dass in 6 getesteten chinesischen Fällen die Muttermilch COVID-19-negativ war. Angesichts der geringen Anzahl von Fällen sollte dies jedoch mit Vorsicht interpretiert werden.

Das Hauptrisiko für Säuglinge beim Stillen ist der enge Kontakt mit der Mutter, die wahrscheinlich infektiöse Tröpfchen in der Luft teilt. In Anbetracht der aktuellen Erkenntnisse wird empfohlen, dass die Vorteile des Stillens den potentiellen Risiken einer Übertragung des Virus durch die Muttermilch überwiegen. Frauen, die stillen möchten, sollten Vorkehrungen treffen, um die Ausbreitung von Viren auf das Baby zu begrenzen:

  • Gründliches Händewaschen vor dem Berühren des Babys, der Milchpumpe oder der Flaschen
  • Vermeiden von Husten oder Niesen, während an der Brust gefüttert wird
  • Tragen eines Mund- und Nasenschutz während des Stillens, falls verfügbar
  • Pumpenreinigung nach jedem Gebrauch
  • Es wird die strikte Einhaltung der Sterilitätsrichtlinien bei Milchpumpen, Flaschen, Saugern und sonstigen Hilfsmitteln empfohlen.

Was tun, wenn man den Verdacht einer möglichen Infektion hat?

Personen, die aufgrund einer Exposition oder Symptomen, die auf eine mögliche Infektion hinweisen, besorgt sind, sollten sich telefonisch bei ihrem Hausarzt/Gynäkologen, einer Klinik oder beim Patienten-Service unter der Rufnummer 116 117 Rat holen. In Krefeld wurde extra ein Diagnosezentrum eingerichtet.

Frauen mit Symptomen wird geraten, sich selbst in Quarantäne zu begeben, bis etwas anderes empfohlen wird.